Wie kann Webdesign mehr als Webdesign sein? Ganz einfach. Bei einem guten Design geht es nicht nur um das Aussehen. Leider wird Design oft darauf reduziert, es ist jedoch viel mehr. Neben dem reinem Aussehen gehört auch die Funktion, der Aufbau, die Benutzerfreundlichkeit und die Psycologie dazu.
Das Ausehen einer Internetpräsentation, sei es bei einer privaten oder geschäftlichen Site, ist natürlich das, was dem Besucher der Site als erstes begegnet. Sozusagen der erste Eindruck oder auch die Visitenkarte der Site. Hier wird unbewusst innerhalb vom wenigen Sekunden entschieden, ob die Site gefällt oder nicht. Mit entsprechender Grundstimmung wird sich der Besucher also weiter auf der Site fortbewegen oder aber, wenns überhaupt nicht passt, die Site wieder verlassen.
Das war der eine Part des Aussehens. Der zweite wichtige Part ist natürlich das Corporate Design bzw. das Corporate Identity. Die Site sollte natürlich zu dem Design des Unternehmens passen, welches dahinter steht. Der Wiedererkennungsfaktor ist sehr wichtig. Es muss ein harmonisches Ganzes mit den anderen Kommunikationsmitteln ergeben. Das Webdesign, bzw. das gesamte Corporate Design muss zu dem passen, was das Unternehmen darstellen möchte.
Die Struktur ist ebenfalls ein sehr wichtiger Part beim Webdesign. Eine Site sollte möglichst überschaubar strukturiert sein und dies auch bei künftigen Änderungen bleiben. Auch für die Suchmaschinen-optimierung ist der Aufbau und die Struktur der Site sehr wichtig.
Was nützt die tollste und schönste Internetseite, wenn der besucher nach wenigen Clicks bereits genervt ist und die Seite verlässt? Daher ist im Webdesign auch hierauf ein großes Augenmerk zu legen. Die Navigation und Handhabung der Seite sollte klar verständlich und nachvollziehbar sein. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und möchte die wichtigsten Buttons dort finden, wo er sie von der überwiegenden Anzahl der im Internet verfügbaren Seiten her gewohnt ist. Muss er nach jedem Button ewig suchen und kommt daher nicht schnell zu seinem Ziel, ist er womöglich genervt und verlässt die Seite. Das Angebot im Internet ist schließlich groß genug.
Die Psychologie spielt ebenfalls eine große Rolle beim Webdesign. Verkaufspsychologie im Wesentlichen. Daher sollten beim Webdesign immer marketingspezifische und verkaufspsychologiche Aspekte mit einbezogen werden.
Eine erfolgreiche Internetseite darf nicht darauf reduziert werden schön auszusehen. Daher sollten Webdesigner auch stets mit Fachleuten aus den Breichen Marketing, Vertrieb, Grafik etc. zusammenarbeiten oder selbst entsprechende Qualifikationen und Erfahrungen besitzen. Es reicht demnach nicht aus, jemanden zu haben, der Webseiten programmieren kann, wenn man gewisse Ansprüche an die solche hat.